The Cue Group: Wie Systemstruktur und Netzwerklogik Wachstum in der Veranstaltungstechnik ermöglichen

Die Veranstaltungstechnik ist eine Branche mit hohen Eintrittshürden, großem Investitionsbedarf und einem strukturellen Problem: Viele Unternehmen bleiben trotz technischer Kompetenz unter ihren Möglichkeiten, weil Prozesse, Netzwerke und Skalierbarkeit fehlen. Genau hier setzt das Franchise-System der The Cue Group GmbH an. Auf der Franchisemesse sprach ich mit Gründer und Geschäftsführer Mike Bertsch über das System, die Anforderungen an Partner und die Vorteile eines starken Netzwerkes.


Ein Franchise-System mit klarer strategischer Herkunft

Mike Bertsch bezeichnet sich selbst als Experten für Events und für mehrsprachige KI-gestützte Kommunikation. Das wirkt auf den ersten Blick breit, erklärt sich jedoch schnell, wenn man seinen Werdegang betrachtet:
Über 30 Jahre operative Erfahrung in der Veranstaltungstechnik, unter anderem als Geschäftsführer von B&B Technik + Events, PAM/Events, Syntalgo und weiteren Unternehmen, kombiniert mit einem klaren Fokus auf digitale Transformation, Prozessoptimierung und strategische Unternehmensentwicklung.

Das Franchise-System der The Cue Group ist keine theoretische Konstruktion, sondern die konsequente Verdichtung dieser Erfahrung: ein Modell, das Eventpraxis, standardisierte Technik, Software, Vertrieb und Administration zu einem skalierbaren Unternehmenssystem verbindet.

Einstieg ins Franchise bei The Cue Group: breit oder spezialisiert möglich

Der Einstieg bei The Cue Group ist modular möglich. Franchisepartner können sich auf einzelne Leistungsbereiche spezialisieren – Lichttechnik, Tontechnik, Videotechnik – oder mehrere Gewerke gleichzeitig abdecken.
Dabei gelten klare Technik- und Qualitätsvorgaben des Franchisegebers, um Kompatibilität und Systemfähigkeit sicherzustellen.

Die Investition liegt je nach Ausrichtung bei ca. 80.000 bis 120.000 Euro.
Eine bewusst gesetzte Einstiegshürde, die sicherstellen soll, dass Partner nicht nur fachlich, sondern auch unternehmerisch handlungsfähig sind.

Kunden bedienen, bevor man alles selbst besitzt

Ein zentrales Thema im Interview war die Frage, welche Kunden mit der Erstausstattung realistisch bedient werden können. Die Antwort fällt ungewöhnlich klar aus: nahezu alle.

Der Grund liegt im Netzwerkansatz der The Cue Group:
Technik kann innerhalb der Gruppe zugekauft oder zugemietet werden, langjährige Lieferantenbeziehungen ermöglichen attraktive Konditionen und einheitliche Systeme sorgen für reibungslose technische Integrationen.

Gerade diese Flexibilität sei laut Bertsch ein zentraler Vorteil des Systems gegenüber klassischen Einzelunternehmen. Während freie Veranstaltungstechniker bei größeren Projekten häufig gezwungen sind, komplette Techniksets extern anzumieten, greifen Franchisepartner innerhalb des Netzwerks auf kompatible Systeme zurück.
Das reduziert Abstimmungsaufwand, stabilisiert die Marge und senkt unternehmerische Risiken.

Equipment-Pooling als struktureller Margenvorteil

Während bei frei angemieteter Fremdtechnik häufig Abstimmungsprobleme zwischen unterschiedlichen Systemen entstehen und zusätzlicher Koordinationsaufwand notwendig wird, setzt das Franchise-System konsequent auf systemweit bekannte und kompatible Technik.

Das zahlt sich insbesondere bei größeren oder technisch anspruchsvollen Veranstaltungen aus: Der technische Abstimmungsaufwand sinkt, die Betriebssicherheit steigt, Kalkulationen werden verlässlicher und Margen besser planbar. Wirtschaftliche Effekte, die im Veranstaltungsalltag schnell den Unterschied machen.

Unternehmer entwickeln – nicht nur Techniker ausbilden

Besonders deutlich wurde im Gespräch, dass sich The Cue Group nicht als reines Technik-Franchise versteht.
Franchisenehmer erhalten Zugriff auf eine umfassende Akademie, die bewusst über reines technisches Know-how hinausgeht. Vermittelt werden dabei unternehmerisches Denken, Entscheidungslogik sowie operative und administrative Prozesse. Außerdem werden Vertrieb und Kundenbeziehungen systematisch strukturiert.

Ergänzend profitieren Partner von zentralisiertem Marketing, hauseigenen Softwarelösungen zur Unterstützung operativer Abläufe sowie bereitgestellten Finanz- und Buchhaltungssystemen. Über das Franchise-Netzwerk erhalten sie zudem Zugang zu einem großen Partnernetzwerk in allen Gewerken der Eventbranche – von Agenturen über Catering-Unternehmen, Messebauer und Möbelverleiher bis hin zu Veranstaltungstechnik.

Ziel ist es, den Unternehmer von administrativer Komplexität zu entlasten, sodass er sich auf die wertschöpfenden Kernbereiche seines Unternehmens konzentrieren kann.

KI, Kommunikation und Skalierung

Der Hintergrund von Mike Bertsch im Bereich mehrsprachiger KI-gestützter Kommunikation fließt dabei nicht als Buzzword, sondern als Denkansatz ein:
Prozesse, Kommunikation und Systeme sollen so aufgebaut sein, dass sie reproduzierbar, skalierbar und sprachlich wie organisatorisch anschlussfähig sind. Dies ist eine zentrale Voraussetzung für Wachstum in einem zunehmend internationalen und digitalisierten Marktumfeld.

„Zeit ist der eigentliche Engpass im Unternehmertum“

Ein prägender Moment des Interviews war die Einordnung der Lernkurve im Unternehmertum.
Auf die Aussage, dass man mit The Cue Group an einem Punkt einsteigen könne, den man allein nie oder erst nach mehreren Jahren erreicht, antwortete Bertsch nüchtern:

„Unabhängig von der Branche braucht ein Unternehmer im Schnitt sieben Jahre, um ein belastbares Netzwerk und fundiertes Wissen aufzubauen. Diese Zeit fehlt am Ende im Unternehmen und folglich in der Wertschöpfung.“

Die implizite Aussage ist klar:
Diese Zeit spart man sich als Franchisepartner.

Work-Life-Balance: realistisch gedacht

Auch das Thema Work-Life-Balance wurde offen angesprochen.
Das System nimmt Franchisenehmern einen erheblichen Teil administrativer Arbeit ab und sorgt für mehr Struktur und Planbarkeit. Gleichzeitig bleibt es Unternehmertum mit Verantwortung, Einsatz und persönlicher Präsenz.

Es wird nicht versprochen, dass Arbeit verschwindet.
Aber sie wird gezielter, strukturierter und unternehmerisch sinnvoller.

Relevanz für Bestandsunternehmen und Nachfolgelösungen

Das Franchise-System richtet sich nicht nur an Gründer.
Auch bestehende Veranstaltungstechnik-Unternehmen stoßen häufig an organisatorische, personelle oder strukturelle Wachstumsgrenzen.

Durch eine Integration ins System sind laut The Cue Group Umsatzsteigerungen von 20–40 % realistisch, unter anderem durch:

  • bessere Prozesse
  • stärkere Fokussierung auf das Kerngeschäft
  • Nutzung bestehender Netzwerkeffekte

Ein zusätzlicher Aspekt:
Unternehmensnachfolgen werden kostenfrei begleitet, bis eine tragfähige Lösung – etwa ein Käufer oder eine Integration ins System – gefunden ist.

Fazit

The Cue Group ist kein Franchise-System für schnellen Einstieg, sondern für nachhaltiges Unternehmertum in einer komplexen Branche.
Die Kombination aus jahrzehntelanger Event-Expertise, systemischem Denken, Digitalisierung und Netzwerkstruktur schafft Vorteile, die Einzelunternehmer nur schwer aus eigener Kraft erreichen.


Im Interview: CEO Mike Bertsch von „The Cue Group GmbH“

Das vollständige Interview mit Mike Bertsch zu „The Cue Group“ ungekürzt.

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